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Andacht- und Predigt Archiv

Zum Sonntag: Fastenzeit– mittendrin.

Veröffentlicht am Sa, 05.03.2016
von Gebhard Altenburger, Diakon
Diakon / Kath. Kirche, Sonstige Dienste

Begonnen hat es wieder am Aschermittwoch. In jungen Jahren mag es einem seltsam vorkommen, was man da in der Kirche tut. Asche auf den Kopf streuen als Zeichen dafür, dass das Leben einmal zu Ende geht. Von älteren Menschen hört man, dass im Rückblick die Zeit sehr schnell vergangen ist. In jedem Alter ist es also sinnvoll, sein Leben zu reflektieren. Woran wir uns dabei ausrichten können, steht im Lukasevangelium: Wir leben, um an einer besseren Welt mitzuwirken. Jesus sagt: Es kommt die Nacht, in der niemand mehr etwas tun kann. Er ist da mit seinen Jüngern unterwegs und sie treffen auf einen Mann, der blind auf die Welt gekommen ist. Die Jünger fragen, woher das kommt, ob da Sünde im Spiel ist? Auch wir erleben Dinge, auf die wir keine befriedigende Antwort finden. Warum müssen z.B. manche Menschen so sehr leiden, dass sie zur Flucht gezwungen sind? Jesus sagt ganz klar: Die Blindheit des Mannes hat mit Sünde gar nichts zu tun. Und auch die Not der Menschen heute hat mit eigener Sünde meist gar nichts zu tun. Vieles in der Welt ist nicht gut. Aber Gott will das nicht. Jesus heilt den Blinden – ohne warum und wieso. Und heute rechnet Gott mit uns, was die Not der Welt betrifft. Wir können unsere Kräfte einsetzen, solange es Tag ist, solange wir am Leben sind. Denn es kommt die Nacht, in der niemand mehr etwas tun kann. Wenn dir also etwas begegnet, was nicht sein soll, dann frag nicht lange, warum und wieso, sondern tu, was in deiner Hand steht – jetzt. Die Nacht kommt für jeden – irgendwann. Bedenke, Mensch, du bist Staub und zum Staub kehrst du zurück. Aber bedenke auch: Bis dahin bist du am Leben und kannst zu einer besseren Welt beitragen.

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