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Auf dem Weg zur Fusion

Remseck: Pfarrplan zwingt zu Fusionen

Veröffentlicht am 10.01.2019
in Ludwigsburger Kreiszeitung

Mit den Kirchengemeinderatswahlen am
ersten Advent wird sich die Struktur der
evangelischen Kirchengemeinden in
Remseck enorm verändern. Der Grund:
Sie fusionieren. Aus der Christusgemeinde
(Hochberg und Hochdorf ) sowie den Gemeinden
Aldingen, Neckargröningen und
Neckarrems entsteht die Evangelische Kirchengemeinde
Remseck. Statt vier Kirchengemeinderäten
wird es künftig nur
noch einen geben.
Seit dem Jahr 2000 erstellt die Evangelische
Landeskirche Württemberg etwa alle
sechs Jahre einen Pfarrplan, um Stellen
einzusparen. Denn es gibt immer weniger
Gemeindemitglieder. Auch die finanzielle
Lage der Landeskirche und anstehende
Pensionierungen spielen bei der Bewertung
eine Rolle. Aktuell gilt der Pfarrplan
2024. Das heißt: Beschlossene Maßnahmen
müssen bis 2024 umgesetzt sein. Im
Kirchenbezirk Ludwigsburg, zu dem Ludwigsburg,
Kornwestheim, Asperg, Tamm,
Möglingen, Freiberg und Remseck gehören,
sollen 4,5 Stellen wegfallen. Davon allein
1,5 Stellen in Remseck. „Da wir beim
letzten Mal verschont geblieben sind,
müssen wir nun Federn lassen“, sagt Pfarrerin
Elke Goldmann aus Hochberg auf
Nachfrage. Sie wird geschäftsführende
Pfarrerin in Remseck sein, wenn die Fusion
vollzogen ist.

 

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Remsecker evangelische Kirchengemeinden loten Zusammenarbeit aus

Die rückläufige Zahl evangelischer Kirchenmitglieder wirkt sich in den kommenden Jahren auf die Zahl der Pfarrstellen in Remseck aus. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die jetzt vorhandenen 4,5 Stellen in den vier Remsecker evangelischen Kirchengemeinden im Jahr 2024 reduziert.

Das sieht der sogenannte Pfarrplan vor, den die Evangelische Landeskirche in Württemberg im Sechs-Jahres-Zeitraum erstellt. "Wir sind aufgerufen, Wege einer Zusammenarbeit zu suchen", begrüßte der Neckarremser Pfarrer Klaus-Dieter Gress zahlreiche Gäste bei einem Informationsabend am 16.05.2017 im Neckarremser Gemeindehaus, zu dem die vier evangelischen Kirchengemeinden  eingeladen hatten. Man wolle den Gemeindegliedern frühzeitig die Tatsachen aufzeigen und in die Prozesse einbinden. Die Fakten sind deutlich. Nur noich 3,15 Pfarrstellenanteile weist der Pfarrplan 2024 rechnerisch für Remseck aus. Wie viele Stellenanteile letztendlich dem Rotstift zum Opfer fallen, ist offen. Den Beschluss darüber wird die Bezirkssynode des Kirchenbezirks Ludwigsburg im nächsten Frühjahr fällen.

An einem Zusammenwachsen führe in Remseck kein Weg vorbei, machte die Hochberger Pfarrerin Elke Goldmann deutlich:" Die Zeiten, dass jeder Stadtteil seine eigene Vollzeitpfarrstelle behält, sind vorbei", verwies sie auf ihre eigene Erfahrung. Vor drei Jahren fusionierten die ehemals selbstständigen evangelischen  Kirchengemeinden Hochberg und Hochdorf zur Christuskirchengemeinde Remseck unter dem Zwang eine halbe Pfarrstelle einzusparen. Noch viel länger, nämlich seit 2003, arbeiten bereits die evangelischen Kirchengemeinden Neckargröningen und Aldingen zuammen. Auch dort erforderte der Pfarrplan 2006 die Streichung einer halben Pfarrstelle. unberücksichtigt bleibt bei den Rechenspielen der sechste Remsecker Stadtteil Pattonville, der auf der kirchlichen Landkarte komplett zu Kornwestheim gehört.

Die Aussicht auf eine Zusammenarbeit mit den Nachbarn barg an dem Infoabend wenig Zündstoff. "Remseck am Neckjar wächst seit über 40 Jahren zusammen, warum dann nicht auch die Kirchen?" fragte ein Zuhörer.

Zumal längst stadtteilübergreifend gedacht wird. Zwischen 15 und 18 gemeinsame evangelische oder ökumenische Gottesdienste errechnete der Neckargröninger Pfarrer Achim Dürr im Jahresdurchschnitt. Oftmals seien es gerade die von allen Remsecker Gläubigen gefeierten Veranstaltungen, die zu den Höhepunkten des kirchlichen Jahreskalnders gehörten.

In welche rechtliche Form eine künftige Zusammenarbeit gegossen wird, bleibt den Kirchengemeinden selbst überlassen. Von seiten des Oberkirchenrats (OKR) wird im Findungsprozess eine Fachberatung angeboten. Seit rund einem Jahr begleiten die beiden OKR-Mitarbeiterinnnen, Amelie Seifert und Nicolle Walliser, den aus den vier Kirchengemeinden gebildetern Kooperationsausschuss.

Kritischer gestalteten sich an dem Abend die Fragen nach der Auftrechterhaltung des bestehenden kirchlichen Angebots. Man dürfe sich nichts vormachen. "Der Stellenrückgang bleibt nicht folgenlos", so Goldmann. Die pfarramtliche Grundversorgung mit den Kasualien wie Taufen, Beerdigungen oder Festgottesdienst bleibe unangetastet. Darüber hinaus pflege jede Gemeinde eine Reihe besonderer Angebote, beispielsweise in der Kinder-, Familien- oder Seniorenarbeit. Hier werden Einschnitte unvermeidbar. Wie diese Angebote in Remseck gebündelt werden können, sei Gegenstand der Überlegungen in den nächsten Jahren. Zuviel Zeit sollte dabei nicht vergehen. Zumal der Kirchenbezirk Ludwigsburg eine Prognose für das Jahr 2030 gestellt habe, nach der weitere Pfarrstellenanteile in Remseck entfallen werden.

Dekan Winfried Speck trat vehement der Resignation entgegen. "Frust und Klagen haben zwfeifelslos ihren Platz. Eine Neuausrichtung bringt auch Chancen mit sich", sagt Speck. In einer Reformgemeinde wie Remseck sei man gut beraten, über den eigenen Kirchturm hinaus zu blicken. Er ermutigte die vier evangelischen Kirchengemeinden weiter aufeinander zuzugehen und die gemeinsame Zukunft voran zu treiben.

Pfarrer Gress gab zum Abschluss noch einen Ausblick, wie es weitergehen wird, zum Beispiel mit der Nacht der Kirchen, einer ökumenischen Veranstaltung aller Remsecker Kirchengemeinden am 28. Oktober 2017. Mit den Segensworten des Remser Stadtteilpfarrers machten sich alle wieder auf den Nachhauseweg, woher auch immer sie gekommen waren.

Thomas Schickle

Eindrücke des Info-Abends


Die evangelische Kirche rückt zusammen


Gemeinsames Kirchengemeinderats-Wochenende in Hohenwart

Zum ersten Mal waren die Kirchengemeinderäte der evangelischen Remsecker Kirchengemeinden gemeinsam auf einem Klausurwochenende.

Das Wochenende ist ein weiterer Schritt in Richtung Umsetzung Pfarrplan 2024, der eine Reduzierung der bisherigen 4,5 Pfarrstellen auf 3 zur Folge hat.

Nach Bildung eines Kooperationsausschusses, der Gemeindeinformation in Neckarrems 2017, gemeinsamen Aktionen wie Nacht der Kirchen, ging es jetzt darum, Möglichkeiten und Rahmenbedingungen einer Fusion der Kirchengemeinden ab 2020 zu erarbeiten.

Gemeinsam wurden Ideen entwickelt um Kirche stärker ortsteilübergreifend zu gestalten. Dabei soll Bewährtes nicht verloren gehen und Neues ermöglicht werden.

Ein weiteres Merkmal galt der zukünftigen Struktur. Bereits im Vorfeld hatten sich alle Kirchengemeinderäte dafür ausgesprochen, eine Fusion anzustreben. Im Rahmen der Klausur wurde erstmals konkretisiert, wie die Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Gremium aussehen könnte.

Abschließend können wir sagen, dass wir auf dem Weg in Richtung Fusion einen wichtigen Schritt weitergekommen sind. Es gibt noch viel zu tun, aber wir sind zuversichtlich!

 

Einige Eindrücke des Klausurwochenendes


Auf dem Weg zur Fusion


Ein positives Fazit können die Kirchengemeinderäte aus den Gemeindeversammlungen der vergangenen Wochen in den vier evangelischen Kirchengemeinden in Remseck ziehen. Die Kichengemeindeordnung sieht vor, dass bei eingreifenden Veränderungen - wie einer Fusion der Kirchengemeinden - die Mitglieder zu informieren und zu hören sind. Dieser Vorgabe wurde in den vergangenen Wochen nachgekommen. In vier öffentlichen Gemeindeversammlungen haben die Gremien der Kirchengemeinden Aldingen, Neckargröningen, Neckarrems, sowie der
Christusgemeinde Remseck den Stand der Planungen interessierten Kirchenmitgliedern vorgestellt. Bei aller Skepsis war man sich allerorten einig, dass angesichts der Streichung von 1,5 Pfarrstellen die Fusion der vier Kirchengemeinden die beste Möglichkeit ist, die Reduktion durch Zentralisierung von Verwaltungsaufgaben und Synergieeffekte in der Gemeindearbeit aufzufangen. So traurig es ist, dass die Kirchengemeinden aufhören zu bestehen, so ist doch die Aufgabe in der Gegenwart, nicht an Institutionen festzuhalten, sondern Rahmenbedingungen zu schaffen, dass auch in Zukunft ein lebendiges Glaubens- und Gemeindeleben in Remseck möglich ist.


Die Ausgangslage
Der Pfarrplan und seine Umsetzung bis zum Jahr 2024 wurde von der württembergischen Landessynode 2016 beschlossen. Für den Kirchenbezirk Ludwigsburg ist eine Einsparung von 4,5 Pfarrstellen vorgesehen. Da Remseck in der letzten Runde ungeschoren davongekommen war, trifft es diese Gemeinden besonders hart. Spätestens zum Jahr 2024 müssen die fünf Ortsteile / vier Kirchengemeinden auf drei Pfarrstellen aufgeteilt werden. Als sinnvoll erscheinen die Seelsorgeeinheiten Aldingen, Christuskirchengemeinde sowie Neckarrems und Neckargröningen. Arbeitseinsparungen erscheinen vor allem auf der Verwaltungsebene möglich. So manche Tätigkeit wird aktuell an vier geschäftsführenden Pfarrämtern vierfach erledigt.


Die Vision
Nicht an der Institution darf unser Herz hängen, sondern daran, dass in Remseck der christliche Glaube lebendig bleibt. Es gilt die Vorteile zu entdecken, die sich uns bieten. Veranstaltungen wie die Remsecker Nacht der Kirchen sowie der Unterhalt der Diakoniestation sind nur möglich, wenn wir zusammenfinden. Vereint sind wir auch im Kirchenbezirk eine starke Gemeinde, deren Stimme Gewicht haben wird.


Das Zusammenwachsen
Um es nicht über das Knie brechen zu müssen, begann man schon 2015 vorsichtig auf eine engere Zusammenarbeit hinzuarbeiten.

2015 In der Pfarrdienstbesprechung beschließt man, angesichts des drohenden Pfarrplanes 2024, frühzeitig einen Ausschuss zu bilden, um nicht später unter Zeitdruck zu geraten. Der Kooperationsausschuss bestehend aus Pfarrern und Vorsitzenden trifft sich zum ersten Mal. Erste Treffen des Kooperationsausschusses.
2016 Erstes Treffen aller Kirchengemeinderäte zum Kennenlernen. Der Kooperationsausschuss bittet den Oberkirchenrat um Beratung. Verschiedene Modelle werden vorgestellt und beraten. Beschlossen wird eine verstärkte Zusammenarbeit der Kirchengemeinden. Planungen der „Remsecker Nacht der Kirchen“ beginnen.
2017 Regelmäßige Treffen des Kooperationsausschusses. Alle Beschlüsse werden den Kirchengemeinderäten vorgelegt. Im Herbst wird in allen Kirchen die Remsecker Nacht der Kirchen gefeiert.
März 2018 Gemeinsames Klausurwochenende aller Kirchengemeinderäte. Erarbeitet wird eine mögliche Ortssatzung einer fusionierten Evangelischen Kirchengemeinde Remseck.
Herbst 2018 Gemeindeversammlungen in den vier Kirchengemeinden.
Schnell war klar, dass die vier Gemeinden unterschiedlich sind und dementsprechend unterschiedliche Interessen haben. Diesen wurde versucht, in einer Ortssatzung gerecht zu werden.
Die Eckpunkte der Ortssatzung
Nach langem Ringen und intensiven Diskussionen konnte man sich auf folgende Eckpunkte einigen:
• Die neue Kirchengemeinde heißt Evangelische Kirchengemeinde Remseck
• Das geschäftsführende Pfarramt wird in der jetzigen Christuskirchengemeinde angesiedelt sein, da sie die kleinste Seelsorgeeinheit ist und auf absehbare Zeit noch mit zwei Pfarrerinnen zu 150 Prozent besetzt ist.
• Die Verwaltung wird zusammengeführt. Es wird eine Kirchenpflege und ein Haushaltswesen geben. Ein gewählter Kirchengemeinderat wird insbesondere für Haushalt, Personalwesen, Gebäudemanagement und Gottesdienstordnung zuständig sein.
• Die Gebäuderücklagen bleiben ortsgebunden und werden nicht zusammengeführt. Wer für „seine Kirche“ spendet, kann und darf das weiterhin. Auch die Spenden und Erbschaften der Vergangenheit bleiben an den Ort gebunden.
• Der Kirchengemeinderat be-steht aus 14 Mitgliedern. Aus jeder Kirchengemeinde wird eine Mindestzahl an Mitglieder vertreten sein (Christuskirchengemeinde: 3; Neckargröningen: 1; Neckarrems: 2; Aldingen 4). Dazu kommen vier Kirchengemeinderäte mit den meisten Stimmen unabhängig vom Wohnsitz). Ebenfalls Sitz und Stimme haben die Pfarrer/innen sowie die Kirchenpflege.
• In jeder (ehemaligen) Kirchengemeinde gibt es einen „Parochieausschuss“ bestehend aus den gewählten Kirchengemeinderäten/innen des Ortsteiles sowie einer gleichen Anzahl an zugewählten Mitgliedern, der für das Gemeindeleben verantwortlich ist (Gemeindefeste, örtliche Veranstaltungen, Gruppen & Kreise). Insbesondere Neckarrems und Aldingen war es wichtig, vor Ort durch aktive Gemeindeglieder Gemeindeleben individuell gestalten zu können. Der Ausschuss wird finanziell ausgestattet und hat auch Befugnis für die Ausstattung der Gebäude und kleineren Anschaffungen.


Das steht auch schon fest
• Die Pfarrstelle der Kirchengemeinde Neckarrems wird noch einmal voll besetzt, so dass Remseck voraussichtlich bis zum Jahr 2024 auf 4,5 Pfarrstellen hoffen darf.
• Alle Mitarbeiter/innen haben Bestandsschutz und werden übernommen.
• Keine Kirche wird geschlossen. Auch in Zukunft wird in jeder Remsecker Kirche Gottesdienst gefeiert – wenn auch vielleicht nicht an jedem Sonntag.
• Gesichert sind auch die kirchlichen Kerndienste: Beerdigungen, Taufen, Trauungen, Gottesdienste, Konfirmanden- und Religionsunterricht.
• Nicht alle Gruppen und Kreise werden zusammengefasst. Das individuelle Glaubens- und Gemeindebleben in den Ortsteilen darf individuell bleiben. Insbesondere die Senioren-, Kinder- und Jugendarbeit bleiben vor Ort, da diese Gemeindeglieder nicht so mobil sind. An anderen Stellen
aber wird man aber vielleicht auch entdecken, dass es schön ist, wenn mehr Menschen kommen.
• Die Kirchengemeinderäte planen die Fusion zum 1. Dezember 2019 (Wahl des neuen Remsecker Kirchengemeinderats) und stellen einen entsprechenden Antrag beim Oberkirchenrat.


Entscheidend für die Pfarrstellenstreichungen sind:
1. In den nächsten Jahren wird die Zahl der Mitglieder in der Landeskirche zurückgehen. Das liegt weniger an den Austritten als vor allem an der demografischen Entwicklung: Deutschland wird älter. Weniger Mitglieder bedeutet weniger Kirchesteuer.
2. In den kommenden 25 Jahren werden geburtenstarke Jahrgänge in Rente bzw. in Ruhestand gehen. Kirchensteuer aber zahlt nur, wer Einkommenssteuer zahlt. Weniger berufstätige Mitglieder bedeuten weniger Kirchensteuer.
3. Aus den geburtenstarken Jahrgängen haben viele Theologie studiert und wurden Ende der 1980er - und Anfang der 1990er – Jahre in den Pfarrdienst aufgenommen. Ein Viertel aller Pfarrer/innen werden in den kommenden 12 Jahren in den Ruhestand gehen. Die Landeskirche hat jedoch große Nachwuchssorgen. Um zu vermeiden, dass Pfarrstellen jahrelang unbesetzt bleiben und um Vertei-lungsungerechtigkeit innerhalb der Landeskirche zu vermeiden (es wollen mehr Pfarrer/innen in die Region Stuttgart als nach Weikersheim), müssen entsprechend Pfarrstellen gestrichen werden.
Jens Keil

 


Gemeindeversammlung am 30. September 2018 zur Fusion der evangelischen Kirchen in Remseck

Am 30.09.2018 hatte der Kirchengemeinderat zu einer Gemeindeversammlung in der Schlosskirche im Anschluss an den Gottesdienst eingeladen. Diese wurde durch die tiefgreifenden Änderungen erforderlich, die das Ergebnis der Beratungen zum Umgang mit der 2024 anstehenden Pfarrstellenreduktion mit sich bringt.

Frau Maier, die erste Vorsitzende un-seres Kirchengemeinderats, gab zunächst einen Überblick über die bisherigen Beratungen und Veranstaltungen. Mit Hilfe einer PowerPoint-Präsentation erläuterte dann Pfarrerin Goldmann die Hintergründe, die zum Fusionsbeschluss führen werden. In den sogenannten Pfarrplänen werden von der Landeskirche die künftigen Stellenanteile festgeschrieben, die aus einer Prognose der Entwicklung der Gemeindegliederzahlen und der Kirchensteuereinnahmen sowie weiteren Faktoren wie der in den nächsten Jahren anstehenden hohen Zahl von Pensionierungen errechnet werden. Konkret für Remseck kommt der Pfarrplan 2024 auf nur noch 3 statt jetzt 4,5 Pfarrstellen. Für die aktuellen Stelleninhaber, sowie für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchengemeinden gibt es aber einen Bestandsschutz.
Um nach dieser Stellenreduktion den Kirchengemeinden einen Handlungsspielraum zu erhalten, ist eine Strukturänderung unumgänglich. Fest steht schon, dass die Geschäftsfürung vom Pfarramt Hochberg übernommen wird. Das Wahlverfahren und die Zusammensetzung des gemeinsamen Kirchengemeinderats stießen auf großes Interesse, wie sich auch in der anschließenden Fragerunde zeigte:
Es wurde außerdem gefragt, warum Pattonville nie erwähnt wird. Grund ist die hier von der kommunalen Struktur abweichende kirchliche Bezirkseinteilung, nach der Pattonville vollständig zu Kornwestheim gezählt wird.
Eine weitere Frage war die nach einem Angebot von Fahrdiensten, wenn Gottesdienste nicht mehr in jeder Remsecker Kirche stattfinden werden. Pfarrerin Goldmann erinnerte an die Erfahrung mit dem Fahrdienstangebot zwischen Hochdorf und Hochberg, das nur auf sehr geringes Interesse gestoßen war, doch sind nun bei den größeren Entfernungen wieder Angebote mit oder ohne vorherige Anmeldung denkbar.
Abschließend informierte Pfarrerin Goldmann noch, dass der formale Beschluss zur Fusion Ende des Jahres geplant ist, damit diese rechtzeitig beim Oberkirchenrat beantragt werden kann. Frau Maier beendete die Versammlung mit einer Andacht.
Dieter Hornberger